Dauerhafte Kunst im Stadtraum finden Sie in Karlsruhe in allen Stadtteilen, laut Stadt als „Kunstwerke, Brunnen, Skulpturen oder Reliefs“. Bekannt sind der Platz der Grundrechte von Jochen Gerz und der Zyklus „Genesis“ von Markus Lüpertz in sieben U-Bahn-Stationen. Dieser Beitrag nennt ausgewählte Werke mit Ort und Jahr, so wie die städtische Datenbank sie führt.

Wer die Werke katalogisiert

Die Stadt betreibt die mobile Datenbank „Kunst im öffentlichen Raum“. Sie bietet Suche nach Kunstwerken, Künstlerinnen und Künstlern, Entfernung und Ortsteil, außerdem eine Karte und Favoriten. Die Texte und Fotos stammen vom Karlsruher Künstler Karlheinz Bux. Beim Abruf am 27. Oktober 2026 waren 400 Werke einzeln aufrufbar; die Liste ist alphabetisch und nach Ortsteilen gegliedert.

Das Kulturamt-Kulturbüro ist die Fachstelle für Kunst im öffentlichen Raum. Die Datenbank hat eine eigene Rubrik „Kunst am Bau“, die wir nicht ausgewertet haben. Wandbilder und Graffiti behandelt der Hub Street Art und Graffiti in Karlsruhe.

Platz der Grundrechte

Der Platz der Grundrechte ist eine Arbeit des Konzeptkünstlers Jochen Gerz, laut Datenbank 2002/05 entstanden. Es ist eine stadtumfassende Installation aus emaillierten Schildern (Einzelschild ca. 54 x 54 cm, Stangenhöhe ca. 300 cm) im Ortsteil Innenstadt-Ost; das Thema ist „Recht“.

Die Tourismusseite der Stadt verortet den Platz in der Karl-Friedrich-Straße 6, vor dem Schlossplatz, und nennt 24 doppelseitige Schilder und das Jahr 2005. Die Datenbank gibt „2002/05“ als Zeitraum an. Schildtafel Nr. 13 der dezentralen Version wurde wegen der Theaterbauarbeiten versetzt und steht jetzt an der südöstlichen Ecke Ettlinger Straße/Kriegsstraße.

„Genesis“ von Markus Lüpertz

Der Zyklus „Genesis“ von Markus Lüpertz besteht aus 14 monumentalen Wandbildern aus glasiertem Ton in sieben U-Bahn-Stationen und stammt laut Datenbank von 2023. Genannt werden die Haltestelle Kongresszentrum („Aruru oder die Steppe“, „Die Brustwehr“) und die Haltestelle Ettlinger Tor/Staatstheater („Die Mauer von Uruk / Belet-ili“). Die übrigen Stationen haben wir nicht einzeln geprüft.

Skulpturen im Schlossgarten

Zwei Werke im Schlossgarten führt die Datenbank ausführlich: die „Seepferdgruppe“ (Gabriel Grupello zugeschrieben, 1709 bis 1716, Naturstein) und die „Wasserstelen“, auch „Garten der steinernen Säulen“ (Goepfert und Hölzinger, 1967, Betonguss, Durchmesser ca. 25 m). Die Wasserstelen entstanden anlässlich der Bundesgartenschau.

Weitere Werke im Überblick

Werk / KünstlerOrtJahr
„Platz der Grundrechte“, Jochen GerzInnenstadt-Ost, Karl-Friedrich-Straße 6 laut Tourismusseite2002/05
„Genesis“, Markus Lüpertzsieben U-Bahn-Stationen2023
„Seepferdgruppe“, Gabriel Grupello zugeschriebenSchlossgarten1709–1716
„Wasserstelen / Garten der steinernen Säulen“, Goepfert und HölzingerSchlossgarten1967
„2-2 Half Off“, Sol LeWitt (Aluminium, Lack)Innenhof der Badischen Landesbibliothek, Blumenstraße 51991
„Big Mutter“, Erwin Wurm (Bronze, Farbe)KIT Campus Süd, Straße am Forum 72015/16
„10/1972“, Alf Lechner (Stahl)Engesserstraße1972
„Luftschloss“, Jutta Kelm (Klangplastik)Otto-Dullenkopf-Park, Oststadt2017
„Musengaul“, Jürgen GoertzHermann-Levi-Platz, Südstadt, am Badischen Staatstheater1977–81
„Drei Pfeile für die Südstadt“, Norbert HuwerRüppurrer Straße 102 (Tivoli)Entwurf 1989, installiert 2004
Indianerbrunnen, August Meyerhuber mit Friedrich Beichelöstlicher Werderplatz, Südstadt1924–1927

Bei „Big Mutter“ beschreibt die Datenbank eine übergroße Wärmflasche mit menschlichen Zügen in Signalrot. Der „Musengaul“ war nach der Datenbank zum Zeitpunkt der Aufstellung höchst umstritten. Sol LeWitt platzierte im Innenhof der Landesbibliothek eine elementare Konstruktion.

Praktisch: So finden Sie die Werke

Die Datenbank ist der verlässlichste Einstieg. Sie sortiert nach Entfernung, Ortsteil und Karte, sodass Sie Werke in der Nähe Ihres Standorts finden. Wir geben bewusst keine Gehzeiten oder Routen an, denn dafür müssten wir Standorte vor Ort prüfen.

Einige Orte liegen im Inneren von Einrichtungen, etwa der Innenhof der Badischen Landesbibliothek und der KIT Campus Süd. Wie zugänglich sie sind, haben wir nicht geprüft. Die U-Bahn-Wandbilder von Lüpertz sehen Sie in den Stationen selbst.

Wer Kunst im Stadtraum mit Museen verbinden will, findet Orientierung bei den Häusern im Cluster Museen. Kostenlose Angebote bündelt der Beitrag Kunst kostenlos in Karlsruhe. Zur Einordnung in die Stadtgeschichte dient Kunstgeschichte in Karlsruhe.

Das Werkverzeichnis der Stadt zeigt, wie unterschiedlich Kunst im Stadtraum sein kann: Barockskulptur, Stahlwürfel, Wärmflasche in Bronze und Ton in der U-Bahn stehen nebeneinander in einer alphabetischen Liste.

Häufige Fragen

Wer ist für Kunst im öffentlichen Raum in Karlsruhe zuständig?

Das Kulturamt-Kulturbüro der Stadt ist laut Gemeinderatsdokument von 2017 die Fachstelle für Kunst im öffentlichen Raum.

Was ist der Platz der Grundrechte?

Eine stadtumfassende Installation von Jochen Gerz aus emaillierten Schildern zum Thema Recht, laut städtischer Datenbank 2002/05 entstanden. Die Tourismusseite der Stadt nennt 24 doppelseitige Schilder und das Jahr 2005.

Wo finde ich alle Kunstwerke im Stadtraum?

In der städtischen Datenbank „Kunst im öffentlichen Raum“. Sie bietet Suche nach Werk, Künstler, Entfernung und Ortsteil sowie eine Karte.

Grundlage dieses Beitrags

Wir haben die Angaben mit diesen Quellen abgeglichen (ohne Verlinkung, siehe Redaktionsgrundsätze):

  • Stadt Karlsruhe, Kulturamt: Kunst im öffentlichen Raum (mobile Datenbank) (abgerufen am 27. Oktober 2026)
  • Stadt Karlsruhe, Datenbank Kunst im öffentlichen Raum: Platz der Grundrechte (abgerufen am 27. Oktober 2026)
  • Karlsruhe Tourismus (karlsruhe-erleben): Platz der Grundrechte (abgerufen am 27. Oktober 2026)
  • Stadt Karlsruhe, Datenbank Kunst im öffentlichen Raum: Genesis: Aruru oder die Steppe, Die Brustwehr (abgerufen am 27. Oktober 2026)
  • Stadt Karlsruhe, Datenbank Kunst im öffentlichen Raum: Wasserstelen (abgerufen am 27. Oktober 2026)
  • Stadt Karlsruhe, Datenbank Kunst im öffentlichen Raum: Seepferdgruppe (abgerufen am 27. Oktober 2026)
  • Stadt Karlsruhe, Gemeinderat 26.09.2017: Stellungnahme zu Vorlage 2017/0533 (abgerufen am 27. Oktober 2026)