Aus der Städtischen Galerie wurde das Kunstmuseum
Das Kunstmuseum Karlsruhe ist das Museum der Stadt für moderne und zeitgenössische Kunst und besitzt rund 20.000 Werke, mit Schwerpunkt auf Malerei und Fotografie. Bis 2026 hieß es Städtische Galerie Karlsruhe. Das Haus selbst nennt als Zeitpunkt der Umbenennung das Jahr 2026, einen genaueren Monat nennt es nicht.
Der Name führt leicht in die Irre: Mit der Staatlichen Kunsthalle hat das Haus nichts zu tun. Die Kunsthalle ist ein staatliches Haus mit eigener Geschichte und zeigt ihre Sammlung derzeit im ZKM. Das Kunstmuseum ist dagegen städtisch und liegt in Nachbarschaft zum ZKM.
Geschichte: Von 1981 bis zum Hallenbau
Die städtische Kunstsammlung beginnt mit der Siegelschen Sammlung, die 1896 in städtischen Besitz überging. Das Museum wurde 1981 im Prinz-Max-Palais als Städtische Galerie eröffnet. 1997 zog es in den Hallenbau an der Lorenzstraße um.
Der Hallenbau A ist eine ehemalige Munitionsfabrik (1915 bis 1918, Architekt Philipp Jakob Manz). Der Umbau stammt von Schweger + Partner; das Haus teilt sich den Komplex mit dem ZKM und der Hochschule für Gestaltung.
Sammlungsbereiche
Das Museum gliedert seine Sammlung in diese Bereiche:
- Siegelsche Sammlung als Grundstock
- Landschaftsmalerei, besonders aus dem Umfeld der Karlsruher Akademie
- Neue Sachlichkeit
- Kunst nach 1945
- Neuer Realismus und Neue Figuration
- Fotografische Sammlung
- Sammlung Garnatz, seit 1996 als Dauerleihgabe im Haus
- Gegenwartskunst
Die Sammlung Garnatz kam 1996 als Dauerleihgabe an das Museum, also ein Jahr vor dem Umzug in den Hallenbau. Welche Werke aktuell zu sehen sind, hängt von der jeweiligen Präsentation ab.
Aktuell und angekündigt (Stand Oktober 2026)
Seit dem 23. Mai 2026 läuft die Sammlungsschau „Update! Die Sammlung neu sichten – Szenenwechsel 4“. Ein Enddatum nennt die abgerufene Seite nicht.
Für den 20. November 2026, 19 Uhr, kündigt das Museum die Eröffnung zweier Ausstellungen an: „Martin Parr. Parrathon“ und „Susanne Ackermann. everything always changes“. Außerdem steht vom 5. bis 8. November 2026 das Format „ARTtoNight x ARD Hörspieltage“ im Programm; ARTtoNight am 5. November um 19 Uhr hat freien Eintritt.
Ein Überblick über weitere Schauen steht unter Ausstellungen, den Eintritt vergleicht der Beitrag Kunst kostenlos.
Besuch: Zeiten, Preise, Anfahrt
Das Museum hat Mittwoch bis Freitag von 10 bis 18 Uhr und Samstag, Sonntag und feiertags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Montag und Dienstag ist geschlossen. Am 24., 25. und 31. Dezember 2026 sowie am 1. Januar 2027 bleibt es zu.
| Tarif | Preis |
|---|---|
| Regulär | 8 € |
| Ermäßigt | 6 € |
| Abendtarif ab 17 Uhr | 3 € |
| Familienticket | 14 € |
| Bis 18 Jahre | frei |
| Freitag ab 14 Uhr | frei für alle |
| Jahreskarte | 25 € / 15 € |
Die Adresse lautet Lorenzstraße 27, 76135 Karlsruhe, die Kasse ist unter +49 721 133 4444 erreichbar. Mit der Straßenbahnlinie 2 oder dem Bus 55 fahren Sie bis zur Haltestelle ZKM, laut Museum ab Hauptbahnhof. Die Tiefgarage des ZKM ist kostenpflichtig.
Das Gebäude und die Nachbarschaft
Das Museum befindet sich im Hallenbau A, einem ehemaligen Industriebau, in dem es seit 1997 untergebracht ist. Es ist Nachbar von ZKM und HfG; die Geschichte des Gebäudes mit Rüstungsfabrik, Zwangsarbeit im Dritten Reich und anschließender Industriebrache steht im Beitrag zum ZKM. Die Karlsruher Akademie, auf deren Umfeld die Landschaftsmalerei der Sammlung zurückgeht, wurde 1854 von Friedrich I. von Baden als Großherzogliche Kunstschule gegründet.
Weitere Möglichkeiten, das Haus zu sehen
Das Kunstmuseum nimmt an der KAMUNA teil, der Karlsruher Museumsnacht; die 27. fand am 1. August 2026 statt. Der Museums-PASS-Musées führt das Haus unter seinen Mitgliedern. Die Jahreskarte kostet 25 Euro, ermäßigt 15 Euro. Wer das Haus regelmäßig besucht, hat damit eine Alternative zum Einzelticket; mehr zur Museumsnacht steht im Beitrag KAMUNA.
Wie sich der Besuch einordnen lässt
Der Abendtarif ab 17 Uhr macht das Haus zu einem günstigen Ziel nach der Arbeit, allerdings schließt es um 18 Uhr; der Zeitraum ist kurz. Wer ausführlicher bleiben möchte, nimmt den freien Freitagnachmittag.
Mit dem ZKM zusammen lässt sich ein Tag planen, weil beide Häuser an derselben Straße liegen. Wer die Kunsthalle-Sammlung sehen will, findet sie in der gleichen Straße im ZKM. Wer neben Museen auch kleinere Ausstellungsorte sucht, findet sie im Überblick zu Galerien.
Ein Gedanke zum Schluss
Dass ein städtisches Museum seine Sammlung unter dem Titel „Update!“ neu sichtet, zeigt, dass die Sammlung nicht als festes Ensemble verstanden wird, sondern in wechselnden „Szenenwechseln“ präsentiert wird. Ob das die Wahrnehmung des Hauses nach der Umbenennung verändert, wird sich zeigen.
Häufige Fragen
Ist das Kunstmuseum Karlsruhe die Städtische Galerie?
Ja. Die Städtische Galerie Karlsruhe wurde 2026 in Kunstmuseum Karlsruhe umbenannt. Das Haus liegt weiterhin im Hallenbau an der Lorenzstraße.
Was kostet das Kunstmuseum Karlsruhe?
Regulär 8 Euro, ermäßigt 6 Euro, ab 17 Uhr 3 Euro, Familienticket 14 Euro. Bis 18 Jahre und freitags ab 14 Uhr ist der Eintritt frei (Stand Oktober 2026).
Ist das Kunstmuseum Teil des ZKM oder der Kunsthalle?
Nein. Es ist ein eigenständiges städtisches Museum im selben Gebäude wie das ZKM. Die Staatliche Kunsthalle ist ein anderes Haus, das derzeit im ZKM zu Gast ist.
Grundlage dieses Beitrags
Wir haben die Angaben mit diesen Quellen abgeglichen (ohne Verlinkung, siehe Redaktionsgrundsätze):
- Kunstmuseum Karlsruhe: Besuchsinfo (abgerufen am 27. Oktober 2026)
- Kunstmuseum Karlsruhe: Geschichte (abgerufen am 27. Oktober 2026)
- Kunstmuseum Karlsruhe: Sammlungsbereiche (abgerufen am 27. Oktober 2026)
- Kunstmuseum Karlsruhe: Architektur (abgerufen am 27. Oktober 2026)
- Kunstmuseum Karlsruhe: Update! Die Sammlung neu sichten – Szenenwechsel 4 (abgerufen am 27. Oktober 2026)
- Kunstmuseum Karlsruhe: Startseite (abgerufen am 27. Oktober 2026)